/ de civitate dei

Augustinus: 
De civitate dei - De summa trinitate
Basel, A. Petri für J. Koberger, 1515

zwei Werke in einem Band
Folio
 
Mit zwei vierteiligen Holzschnitt-Titelbordüren von Utz Graf mit kleiner Druckermarke und einem blattgroßen Holzschnitt.
 
Schweinslederband der Zeit mit Rollenprägung und Streicheisenlinien
 
mit handschriftlichen Anmerkungen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert
 

Erste Ausgabe bei Petri und Koberger.

erworben im Antiquariat
Dieter Stecher, Egelsbach, 2019
Der Holzschnitt zeigt Augustinus am Schreibpult, im unteren Teil Kain und Abel, jeweils vor den Toren Zions und Babylons, die für das Reich Gottes und des Teufels stehen. 
Provenienz: 
 
Besonders interessant an diesem Buch ist seine lückenlos nachweisbare Herkunft: Es war zunächst über Jahrhunderte in der Bibliothek des bedeutenden Benediktinerklosters Fürstenfeld (heute: Fürstenfeldbruck bei München). Im Zuge der Säkularisierung gelangte es 1803 in die "Königliche Bibliothek" (heute: Staatsbibliothek) in München. Dort hatte man diesen Text aber bereits, so dass das Buch als "Dublette" (= doppeltes Exemplar) gekennzeichnet wurde. Im Jahr 1849 kaufte es Pfarrer Joh. Martin Besel für 1 Gulden und 12 Kreuzer. Von ihm gelangte es in die Bibliothek des Landkapitels Buchloe. Dieses gab das Buch in den Handel, so dass es nach Stationen auf einer Auktion und einem norddeutschen Händler in die Sammlungen Buchner gelangte. 
Über De civitate dei:
 
De civitate Dei (dt. „Vom Gottesstaat“) ist eine in der Zeit von 413 bis 426 von Augustinus verfasste Schrift.
 
Vor dem Hintergrund der Eroberungs und Plünderung Roms durch die Westgoten im Jahr 410 entwickelt Augustinus in 22 Büchern die Idee vom Gottesstaat (civitas dei/caelestis), der zum irdischen Staat (civitas terrena) in einem bleibenden Gegensatz stehe.
 
Dieses Werk von Augustinus (354-430) hat die Weltgeschichte über Jahrhunderte beeinflusst. Für Voltaire war es der erste bedeutenden Beitrag zu einer Philosophie der Geschichte.
 
Wikipedia-Artikel
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